Old School ist der Trend: die Interpretation des klassischen F-Modells 

Auf der Basis eines 964 hat Singer Vehicle Design aus Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien ein Projektfahrzeug entwickelt, das aus den Ingredienzen der verschiedensten Elfer-Generationen gute Miene zum grolligen (Gas-)Spiel macht.

Mit dem auf 3,82 Liter Hubraum erweiterten 3,6-Liter-Boxermotor gehen bewährte Bauteile zusammen auf eine Zeitreise. Die Nockenwellen, die 103-Millimeter-Kolben und die Zylinder beschaffte Singer beim US-amerikanischen Spezialausstatter 9M (Ninemeister). Kurbelwelle, Ölpumpe und Pleuel stammen vom 997 GT3. Die Abgase werden durch eine Edelstahl-Auspuffanlage einschließlich 100-Zellen-Katalysatoren in die Freiheit entlassen. Sie sorgen für kernigen Porsche-Sound nach klassischer Manier. Gepaart mit einem modifizierten Getrag-G50-Getriebe und Michelin „Pilot Sport Cup“ in 17-Zoll-Dimensionen, die unter Zuhilfenahme eines einstellbaren Ensembles aus Eibach-Schraubenfedern und Moton-Stoßdämpfern mit externen Druckreservoirs geerdet werden, hinterlässt der modifizierte Boxer ernstzunehmende Spuren im Asphalt. Singer gibt 425 PS als offizielle Leistungsausbeute an und will den Aufbau bereits in 3,9 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde (umgerechnet 96,5 km/h) beschleunigt haben.

Optisch fährt Singer die Linie des F-Modells auf imposante Weise in die Wiege der Begehrlichkeit. Die Optik bestärkt die Tugenden des 911, ohne sie ad absurdum zu führen oder gar zu überspielen. Die verbreiterte Karosserie, die sich zum Großteil aus Karbon-Materialien zusammensetzt, kombiniert Gewichtsreduktion mit dem erhabenen Auftritt des RSR 2,8. Mit ihrem optischen Downgrading auf den Ur-Elfer überzeugt die Karosseriearbeit und stellt fast schon in Frage, weshalb der 911er nicht immer so ausgesehen hat. Wer im Singer 911 das Volant in den Händen hält, darf sich sicher sein, dass er – nicht nur aufgrund der einstellbaren, elektro-hydraulischen Lenkung – die Dinge im Griff hat. Dem Charme des Singer 911 können sich die Porsche-Enthusiasten in aller Welt nur schwer entziehen. Die dreiteiligen Fuchsfelgen sind trotz ihrer Exklusivität längst nicht der einzige Sichtpunkt, der das Exterieur in den Mittelpunkt des Interesses rücken lässt. Der Sprung in die Moderne gelingt übrigens auch im Interieur: GPS-Navigation, Leichtbau-Klimaanlage sowie Radio mit iPod- und Bluetooth-Anbindungen sind potenzielle Ziele, die die Finger des im ledernen Recaro-Gestühl residierenden Piloten ansteuern können. In der Realität wird das kaum nötig sein: Drei Pedale und ein Volant reichen schließlich aus, um eine moderne Legende zu erleben!

Fotografie und weitere Informationen: http://www.singervehicledesign.com

Never as good as the first time? Singer 911 – first official gallery, edited back in feb/2011.

https://www.netzwerkeins.com/2011/02/28/never-as-good-as-the-first-time-singer-911-first-gallery/