#Awakenings2019 | das erste Porsche-Shooting der Saison – auf Schloss Eller in Düsseldorf.

Die rote Rakete von der Karl-Geusen-Straße

15. Februar 2019. Rolf Heidl, mit knapp 76 Lenzen naturgemäß ein Altmeister der Sportwagen-Welt, bittet zur ersten Boxerstory in der noch jungen Saison. In froher Erwartung eines sonnigen Frühlingstages hat er ein Porsche-Projekt zum – vorläufigen – Abschluss gebracht, dass sein letztes gewesen sein könnte. In mehrjähriger, möglicherweise unwiederbringlicher Handarbeit ist aus einer bislang ungenutzten Rohkarosse aus den Altbeständen des Porsche-Rennfahrers Otto Altenbach eine brachiale Fahrmaschine entstanden, die zwei an sich eigenständige Technologien miteinander kombiniert. Das hat bisher in dieser Form noch niemand umgesetzt, schon gar nicht in der „Indischrot“ lackierten Hülle eines Carrera RSR. er Clou ist nämlich die Verbindung aus einem Kompressor und dem klassischen Abgas-Turbolader. Heidl führt der KKK-Turbine durch den Kompressor bereits vorverdichtete Ansaugluft zu. Daraus resultiert eine hintereinander geschaltete Verdichtung, und das wiederum führt zu einer wahren Leistungsexplosion.

Insbesondere aus dem Drehzahlkeller heraus packt der zweifach geladene Sechszylinder-Boxer mit allem Nachdruck an. Der Adrenalin-Kick ist gewaltig! Neben der Beschleunigungsorgie beeindruckt vor allem das Klangbild der roten Rakete von der Karl-Geusen-Straße. Es zischt, heult, brüllt und faucht wie in einer Raumkabine. Heidl selbst bedient das Volant dabei mit diebischem Grinsen. Sichtlich angetan von seiner eigenen Schöpfung, kurvt der Vater des Porsche-Spezialisten Roland Heidl durch die Straßen des Düsseldorfer Stadtteils Eller. Mehr als fünf Jahre hat das mutmaßlich letzte große Projekt des Altmeisters in Anspruch genommen. In Eller haben sich Vater und Sohn Heidl niedergelassen, hier prägen Schloss und Gesamtschule das Bild – beides Landmarken, die dem handgefertigten Porsche-Unikat zur Ehre gereichen. Auf Schloss Eller schließlich findet sich das geeignete Setting für das erste Porsche-Shooting des noch jungen Jahres.

Mögliches Motto: #AwakeningsNineteen, übrigens angelehnt an ein Festival der niederländischen Techno-Szene. Spontan kommt es zu einem Auflauf, als sich der Turbo-RSR vor der Kulisse des historischen Gemäuers einrichtet – keine zeitgenössische Restomod-Arbeit ohne tieferen Sinn, sondern eine Ode an die Herrlichkeit der achtziger Jahre, gemacht von authentischen Zeitzeugen. 1987 wagten sich die Heidls mit einem gebrauchten Argo-Gruppe-C2-Prototypen und dem DME-gesteuertem Carrera-Motor nach Le Mans zu den magischen 24 Stunden. „Vorher haben uns alle nahegelegt, zuhause zu bleiben. Niemand traute uns die Qualifikation zu. Und dann haut der Peter Fritsch, einer unserer drei Fahrer neben Teddy Palette und Jean-Paul Libert, in 4.01.400 Minuten die sechstschnellste Rundenzeit unter den 20 Konkurrenten der Gruppe C2 raus. Das war dann der 39. Gesamtrang – und bei 48 Startern unsere Eintrittskarte ins große Rennen.“

Weiterlesen? Sehr gerne! Demnächst in der #werk1Trilogie2019 – von und mit Carsten Krome.

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… und das ist Heidl: die offizielle Website.

http://roland-heidl.com/

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