GTC Race, Lausitzring, 21.- 23. August 2020, Start Goodyear 60.

Maximilian „Maxi“ Götz glänzte auf dem Lausitzring mit dem ersten Sieg der Saison 2020 im neu gestalteten Veranstaltungsformat des GTC Race und des Goodyear 60. Der 34-jährige Uffenheimer machte seinem Ruf als routinierter GT-Profi alle Ehre und setzte sich im Einstunden-Rennen Goodyear 60 am späten Freitagnachmittag nicht nur als Solist in Szene, sondern auch als souveräner Matchwinner.

Auf dem zweiten Rang kamen hinter ihm der erst 16-jährige Hugo Sasse und Jordan Pepper im Bentley Continental von T3 Motorsport ins Ziel. Die Drittplatzierte Carrie Schreiner feierte gemeinsam mit Markus Winkelhock einen gelungenen Einstand als neue Botschafterin der Marke Schaeffler Paravan. Mit dem Phoenix-Audi R8 LMS GT3 auf dem verbleibenden Podiumsrang unterstrich die Saarländerin eine bemerkenswerte Markenvielfalt. Drei verschiedene Automobil-Hersteller teilten die ersten drei Positionen unter sich auf.

Dazu hätten gern auch die Trainingsschnellsten, David Jahn und Jannes Fittje im Porsche 911 GT3 R (Generation 991.1) des Teams 75 Bernhard, ihren Beitrag geleistet. Doch nach anfänglicher Führung lief der Sechszylinder-Boxermotor im Heck des Neunelfers zunehmend rauer, gleichzeitig leuchtete die Öldruckanzeige auf. Startfahrer David Jahn nahm dies zum Anlass, die Box bereits 17 Minuten nach der pünktlich um 17.30 Uhr erfolgten Startfreigabe anzusteuern und das Rennen nach kurzem Check aufzugeben. Das Risiko eines Folgeschadens am flüssigkeitsgekühlten Saugmotor schien sämtlichen Beteiligten dann doch zu groß zu sein.

Der frühe Ausfall des Porsche hatte zwei Konsequenzen: Zum einen konnte sich der zu diesem Zeitpunkt schon führende Maximilian Götz von seinen Verfolgern noch deutlicher absetzen, zum anderen schlug die (halbe) Stunde des erst 16-jährigen Hugo Sasse im Bentley Continental GT3. Bei seinem Debüt im „großen“ GT-Rennsport etablierte sich das Top-Talent aus dem Kartsport an zweiter Stelle der Gesamtwertung, verfolgt unter anderem vom stark gestarteten Axel Sartingen im Hella Pagid-racing-one-Ferrari 458 GT3.

Nachdem das Zeitfenster für die obligatorischen Boxenstopps schon lange geöffnet war, setzte Alois Rieder ein weiteres Porsche-Glanzlicht. Der Zillertaler blieb im 911 GT3 R (Generation 991.1) bis zur allerletzten möglichen Sekunde draußen auf der Strecke – als der Alpenländer schließlich doch zum Pflichtboxenstopp anhielt, war er für einen kurzen Moment Gesamtführender. Mögliches Motto: one moment in time. Wenig später fiel aber auch der Österreicher aus. So lag es an Hermann Speck, bei seinem Einstand mit dem 911 GT3 R, als Gesamtachter die Porsche-Ehre zu retten. Wie sein Markenkollege Alois Rieder ist auch dessen Sportsfreund Hermann Speck lange Jahre im Porsche-Alpenpokal aktiv gewesen. Auch bei Mike Hansch, gemeinsam mit Bernd Kleinbach im Lamborghini Huracan GT3 Evo von Danny Kubasik aus Mechernich in der Voreifel auf Gesamtrang zehn klassiert, handelt es sich um einen erfahrenen Porsche-Piloten. Noch im vergangenen Jahr war der Sportwagen-Enthusiast aus Bad Münder im 911 GT3 R des Attempto-Rennstalls von Arkin Aka unterwegs.

Solide Ergebnisse fuhren die AMG-GT3-Kundenteams Mario Hirsch/Dominik Schraml auf Rang vier sowie Kenneth Heyer/Wim Spinoy an fünfter Stelle ein. Heyer, der Viersener Routinier im Exemplar von Car Collection Motorsport, musste sich der Attacken eines weiteren Lamborghini Huracan GT3 Evo erwehren, von „Coach McKansy“ während der Startphase sowie Gerhard Tweraser im zweiten Abschnitt gefahren. Schließlich setzte sich der kampf- und nervenstarke Niederrheiner im Duell mit dem nachdrängenden Österreicher durch und kam im Ziel auf Rang fünf. Konsolidierte Verhältnisse herrschten auf den ersten drei Plätzen der Gesamtwertung: Obwohl Schlussfahrer Jordan Pepper den Rückstand auf den Gesamtführenden „Maxi“ Götz im AMG-Mercedes GT3 noch verkürzen konnte, gab er sich mit dem zweiten Gesamtrang zufrieden. Auch Markus Winkelhock ging auf den letzten Metern keine Risiken mehr ein und brachte den Phoenix-Audi R8 LMS GT3 – sehr zur Freude seiner neuen Partnerin Carrie Schreiner – als Dritter über den Zielstrich. Insgesamt dreizehn Teams kamen über die harte Einstunden-Distanz.

In den Nachtstunden heißt es nun, sich neu zu konditionieren. Denn am morgigen Samstag wartet um 16.10 Uhr mit dem ersten 30-minütigen Sprint des GTC Race eine gänzlich veränderte Aufgabenstellung. Das Geschehen auf dem Lausitzring wird abermals im professionellen Livestream, von Verena Wriedt und Carsten Krome kommentiert, in den Online-Medien übertragen.

Die Top-Fünf des Goodyear 60 auf dem Lausitzring

1. Maximilian Götz (Mercedes-AMG GT3, Space Drive Racing)
2. Hugo Sasse/Jordan Pepper (Bentley Continental GT3, T3-HRT-Motorsport)
3. Markus Winkelhock /Carrie Schreiner (Audi R8 LMS GT3, Space Drive Racing)
4. Mario Hirsch/Dominik Schraml (Mercedes-AMG GT3, Team équipe vitesse)
5. Kenneth Heyer/Wim Spinoy (Mercedes-AMG GT3, Car Collection)

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

Das Einstunden-Rennen des Goodyear 60 jetzt noch einmal in voller Länge auf YouTube ansehen:

Auch am morgigen Rennsamstag setzt sich das Eventprogramm mit dem Qualifying des GTC Race auf dem Lausitzring im Livestream fort, abermals kommentiert von Verena Wriedt und Carsten Krome.