GTC Race, Nürburgring, Round 2, 11.- 13. September 2020.

Auch im zweiten Sprintrennen des GTC Race über 30 Minuten an diesem DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring teilten sich drei exklusive Sportwagen-Fabrikate das Podium. Erstmals schaffte ein englischer McLaren 720S GT3 den Sprung auf das Siegertreppchen. Der Brite Bradley Ellis erkämpfte sich bei der Deutschland-Premiere den dritten Rang in der Gesamtwertung. Auch vor ihm ging es bei strahlendem Sonnenschein munter zur Sache. Auf dem Eifelkurs sah sich Pole-Setter Maximilian „Maxi“ Götz im AMG-Mercedes-Benz GT3 harter Attacken des Samstagssiegers Markus Winkelhock im Audi R8 LMS GT3 ausgesetzt. Trotz eines zwischenzeitlichen Führungswechsel konterte Götz jedoch und behielt bis ins Ziel die Übersicht.

„Meine Hinterachsreifen hatten am Ende so gut wie keine Gummiauflage mehr“, kommentierte ein glücklicher Sieger „Maxi“ Götz nach der Zieldurchfahrt. Der Uffenheimer GT-Profi musste im Verlauf der 30 Rennminuten hart attackieren – nicht nur, um seine Führung nach klarer Trainingsbestzeit am frühen Sonntagmorgen zu verteidigen. Vielmehr musste er sie zurückerobern, nachdem ihn Markus Winkelhock im Audi austricksen und passieren konnte. Wenig später konterte Götz jedoch und holte sich den ersten Platz zurück – eine professionell vorgetragene Show auf allerhöchstem fahrerischem Niveau. Götz behielt bis zum Schluss die Oberhand, dabei war er im Space-Drive-Benz by HWA stets am absoluten Limit unterwegs. Bradley Ellis im McLaren 720S GT3 von Dörr Motorsport konnte, begünstigt durch den rundenlangen Infight der beiden Vorausfahrenden, zum Führungsduo immer wieder den Abstand verkürzen. Zu einem ernsthaften Überholversuch reichte es schließlich nicht. Der Brite stellte indes den dritten Gesamtrang sicher – und damit eine weitere Troika exklusiver Fabrikate wie Mercedes-Benz, Audi sowie McLaren auf dem Siegertreppchen der drei Erstplatzierten.

Auf dem vierten Rang hielt Kenneth Heyer im AMG-Mercedes-Benz GT3 zunächst Anschluss an die Spitze, ehe er sich zu einem Dreher verleiten ließ und der Kontakt zum Führungstrio abriss. Dennoch konnte der Routinier vor dem nachfolgenden David Jahn im Porsche 911 GT3 R in den Wettbewerb zurückkehren und seinen vierten Rang behalten. Jahn fiel nach einer frühen Berührung mit Daniel Schwerfeld im Ferrari 458 GT3 etwas zurück, sicherte sich jedoch immerhin den fünften Schlussrang. Während Schwerfeld noch an siebter Stelle liegend klassiert wurde, verbuchte auch Mario Hirsch als Sechsplatzierter ein solides Ergebnis. Der Bayer im AMG-Mercedes-Benz GT3 der équipe vitesse kam hinter Bradley Ellis in der SemiPro-Wertung auf den zweiten Platz. Sein Markenkollege Marc Asbeck im Exemplar des Haupt Racing Teams sicherte sich als Gesamtzehnter den Sieg in der AM-Wertung für reine Amateurpiloten. Der Neuzugang im Fahrerfeld war nach geschaffter Halbstunden-Distanz zu Späßen aufgelegt – und sichtlich erfreut über seinen ersten Erfolg im hochkarätig besetzten GTC Race.

An achter und neunter Stelle sorgten zwei Gentlemen Driver mit ihren bulligen Lamborghini Huracan GT3 Evo für kurzweilige Unterhaltung. Am Ende setzte sich Mike Hansch gegen Coach McKansy durch. Debütant Noah Nagelsdiek kam mit dem schnellsten Porsche 911 GT3 Cup als Gesamtelfter über die 15 Rennrunden – ein schöner Erfolg auch für Rennprofi Lucas Luhr, der am Wochenende seinen Einstand als Rennstallbesitzer gab. Bereits eine Runde zurück lagen die beiden Protagonisten der Langstrecken-Rennszene auf der Nürburgring-Nordschleife. Christer Joens hatte ihm internen GT4-Duell die Nase vorn, der Porsche-erfahrene Markenpokal-Spezialist Kai Riemer im 718 Cayman GT4 musste dem Ingelheimer McLaren-Piloten den Vortritt lassen.

Die Top-Fünf des 2. Rennens GTC Race auf dem Nürburgring: 

1. Maximilian Götz (Mercedes-AMG GT3, Space Drive Racing)
2. Markus Winkelhock (Audi R8 LMS GT3, Space Drive Racing)
3. Bradley Ellis (McLaren 720S GT3, Dörr Motorsport)
4. Kenneth Heyer (Mercedes-AMG GT3, Car Collection)
5. David Jahn (Porsche 991 GT3 R, KÜS Team75 Bernhard)

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

Das Rennen noch einmal in voller Länge auf YouTube anschauen: