o,556 Sekunden trennten die beiden Ex-Meister der DTM im Ziel: Sieger Klaus Ludwig und Kurt Thiim lieferten sich in den C-Klassen von Mercedes-Benz ein Duell über die gesamte 30-Minuten-Distanz. 19 Runden legten die Tempomacher der Tourenwagen Legenden mit ihren Klasse-1-Preziosen des ITC-Jahrgangs 1996 zurück. Nur der Däne Kasper Aaskov widersetzte sich im Opel Calibra V6 4×4, ebenfalls der ITC 1996 entstammend, der Überrundung. Ebenso bemerkenswert: Die zwei erstplatzierten Rennboliden im Zeichen des Guten Sterns aus Stuttgart-Untertürkheim werden von ein- und demselben Einsatzteam an den Start gebracht. tst sport + technik, von Thorsten Stadler aus Hannoversch-Münden am Weserursprung geführt, verbuchte am späten Samstagnachmittag den ersten Doppelsieg des DTM-Rennsport-Wochenendes auf dem Eifelkurs.

30 Minuten hart am Gas – auch für einen dreimaligen DTM-Titelgewinner keine allzu leichte Aufgabe. Vor allem dann nicht, wenn ein weiterer DTM-Champ im Windschatten nachsetzt und die Partie bis ins Ziel offen hält. Klaus Ludwig wusste sich über die gesamte Distanz der Attacken seines ehemaligen Werksfahrer-Kollegen, des Dänen Kurt Thiim, erwehren. Das erfahrene Duo in den 1996 in der ITC eingesetzten C-Klassen von Mercedes-Benz war in einer Klasse für sich unterwegs. 1:06,068 Minuten legten sie bis zur Zieldurchfahrt zwischen sich und den wie Thiim aus Dänemark stammenden Opel-Piloten Kasper Aaskov im Calibra V6 4×4. Eine Chance zum Überholen sah Kurt Thiim freilich nicht. Zwar kam der Sieger der Rennpremiere der Tourenwagen Legenden im Mai des vergangenen Jahres seinem Widersacher immer wieder bedrohlich nahe. Beide Professionals waren jedoch auf absolut identischem Level unterwegs, leisteten sich keine Fehler. Somit bestand auch keine echte Möglichkeit, einen Positionswechsel herbeizuführen. Thorsten Stadler, als Inhaber von tst sport + technik in Hannoversch-Münden für die Technik der beiden gesamtführenden C-Klassen gesamtverantwortlich, erlebte die Darbietung seiner beiden Schützlinge in einer neuen Position– und zwar nicht an der Boxenmauer, sondern auf der gegenüber liegenden Straßenseite, in der „Kom-Box“ Nummer vier. Als Experte wirkte er bei der Livestream-Übertragung der Tourenwagen Legenden mit und verbrachte die 30 Rennminuten in der Kabine der Kommentatoren.

Für Thorsten Stadler war es ein ebenso erfolgreicher Nachmittag wie für seine drei Kundenpiloten. Auf dem zehnten Gesamtrang platzierte sich Roland Jakobs mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO 1, der an vierter Stelle in der Klasse 2 das Ziel erreichte. Ebenfalls in Klasse 2 angetreten und an zwölfter Stelle der Gesamtwertung abgewinkt: Ralf Weber im leuchtgelben „Baby 1“, dem Mercedes-Benz 190 E 2,5-16 EVO 1. Der Rückkehrer ins Cockpit freute sich 18 Jahre nach seiner vorerst letzten Teilnahme an einem Rennen über Position sechs in Klasse 2. Und auch Ekkehard Ludewigs kam im dritten EVO 1 im Bunde über die Runden: 16 Umläufe legte er im „Statement Car“ im Design des MS-Jet-Racing-Teams 1989 zurück. Am Sonntagnachmittag um 16.10 Uhr hat nicht nur er eine zweite Möglichkeit, seine Kilometerbilanz an diesem Wochenende noch auszubauen. Dann steht der zweite Lauf der Tourenwagen Legenden über 30 Minuten auf dem Programm – und auch das zweite Rennen wird im Livestream übertragen. Dann allerdings wird Jörg Hatscher anstelle von Klaus Ludwig in die Lenkradspeichen des heutigen Siegerwagens greifen, während tst-Chef Thorsten Stadler anstelle von „Dansky“ Kurt Thiim einsteigen wird.

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

Photografie: Tourenwagen Legenden | Friedemann Bayer

Einschalten! Die Tourenwagen Legenden am DTM-Rennsonntag um 16.10 Uhr im Livestream: