DTM-Classic-2022-Norisring-BMW-320iS-BTCC-Prinz-Leopold-von-Bayern-Marc-Hessel-zweipunktnull-group

ITR GmbH / DTM-Media-Team

Beim vorläufigen Saisonhöhepunkt des DTM Classic Cups auf dem Norisring trat die zweipunktnull group mit drei Tourenwagen-Klassikern der Marke BMW vor mehreren zehntausend Zuschauern an. Auf dem Traditionskurs in den Straßen Nürnbergs setzte sich vor allem der 79-jährige Ur-Ur-Urenkel König Ludwigs I. in Szene: Mit dem zehnten Gesamtrang und dem Sieg in der Klasse 3 setzte Prinz Leopold von Bayern bei hochsommerlicher Hitze im ersten Rennen ein Ausrufezeichen. Moritz Horn wollte dem nicht nachstehen und holte in Klasse 4 die volle Punktzahl.

Die Schlagzeilen:

Prominenz in Klasse 3: Prinz Leopold von Bayern und Marc Hessel brillieren mit dem BMW 320 iS BTCC im bayerischen Ornat.

Präsenz in Klasse 5: Thorsten Horn erinnert mit seinem BMW 325i Gruppe A an die Tourenwagen-Saison 1986 in EM und DTM.

Performance in Klasse 4: Moritz Horn kommt mit dem Alpina-BMW M3 E30 2.3 bis auf ein Zehntel an „Obis“ Vorlage von 1988 heran.

Vor der voll besetzten Steintribüne und mit weiteren Zehntausenden in den Livestream-Übertragungen feierte der DTM Classic Cup mit den Punktrunden drei und vier nicht nur seinen vorläufigen Saisonhöhepunkt – mit sieben ehemaligen DTM-Akteuren und zwei überaus spannenden Rennen unterstrich das Format seine Positionierung als Königsklasse für Tourenwagen-Klassiker der achtziger und neunziger Jahre. In einer solch hochkarätigen Umgebung sollte der Ur-Ur-Urenkel König Ludwigs I. nicht fehlen. Das weiß auch Prinz Leopold von Bayern, der es sich im Alter von 79 Jahren nicht nehmen lässt, an vier Veranstaltungen des DTM Classic Cups 2022 gemeinsam mit Marc Hessel teilzunehmen. Das schon vor mehr als drei Jahrzehnten in der DTM aktive Duo verbindet eine langjährige Freundschaft, der BMW 320iS BTCC der zweipunktnull group ist ihr gemeinsam genutztes Sportgerät. Ihr Partner, das Bankhaus Donner und Reuschel, brachte Gäste mit an den Norisring, die in einem eigens aufgebauten Biergarten inmitten des Fahrerlagers echte Rennstrecken-Atmosphäre erleben durften. Nicht nur für sie waren die drei BMW-Renntourenwagen der zweipunktnull group in unmittelbarer Reichweite aufgestellt. Viele Persönlichkeiten aus der Geschichte der 1984 gegründeten DTM machten gern Station, um auf ein Bier der Schlossbrauerei Maxlrain anzustoßen – fürwahr ein bayerisch-stilsicherer Auftritt.

Inmitten des bunten Treibens zeigte Leopold Prinz von Bayern sich glücklich, das (O-Ton) „geilste Auto der letzten 20 Jahre fahren zu dürfen“. Mit dem 2.5 Liter großen Rennmotor der Baureihe S14 kam er auch in der ungewohnten schmalen Karosserieform bestens zurecht. Das Resultat: Gesamtrang zehn und Sieg in Klasse 3 im ersten Rennen über 25 Minuten plus einer Runde – und das trotz großer sommerlicher Hitze. Sein junger Rennstallkollege Moritz Horn bescherte der zweipunktnull group als Erstplatzierter der Klasse 4 in der ersten von zwei Punktrunden des Wochenendes den zweiten Siegerpokal. In der Gesamtreihenfolge kam der 24-jährige Hesse auf den starken siebten Rang – trotz des sehr bewusst gewähnten Original-Hubraums, der mit 2.300 ccm natürlich geringer ausfällt als bei manch anderen Markenkollegen im Teilnehmerfeld. Sein Vater Thorsten Horn, mit dem BMW 325i Gruppe A des Jahrgangs 1986 in Klasse 5 unterwegs, kam auf den 15. Gesamtrang. Dies entsprach dem vierten Platz in der Klassenwertung. Bei der stimmungsvollen Siegerehrung feierten die erfolgreichen Piloten mit ihren Mannschaften ihren ersten Auftritt vor der vollbesetzten Steintribüne – es war ein Fest des Motorsports, dem am nächsten Tag der zweite Akt folgen sollte. Leider sollte dieser ohne Marc Hessel, der den BMW 320iS BTCC planmäßig von Prinz Leopold von Bayern übernommen wollte, vonstatten gehen.

Nach dem Warmlaufen vor dem Qualifying zum zweiten Rennen am Sonntag musste „dä Schmal“, wie der rheinische BMW landläufig genannt wird, aus Sicherheitsgründen zurückgezogen werden. So kam der BMW-Junior in der DTM des Jahres 1987 und Zweitplatzierte auf dem Norisring im gleichen Jahr nicht mehr zum Einsatz. Er trug den Rückzug mit der ihm eigenen Fassung und drückte fortan Vater und Sohn Horn die Daumen. Zunächst sorgte Moritz Horn mit der persönlichen Trainingsbestzeit in 58.112 Sekunden für ein Highlight. „Wahnsinn – nur eine Zehntelsekunde langsamer als der Obi vor 34 Jahren mit demselben Auto!“ frohlockte er und meinte damit den heutigen Serienchef des DTM Classic Cups, Peter Oberndorfer. „Vielleicht hat er damals auch neue Reifen verwendet – im Gegensatz zu mir, ich bin mit gebrauchten gefahren.“ Im Rennen lief es aufgrund einer beschädigten Felge weniger gut. Nach dem erforderlich gewordenen Boxenhalt konnte Moritz Horn zwar das Tempo des Siegers vom Vortag locker mitgehen, dieser lag jedoch um eine Runde voraus. Das Resultat: Klassenrang zwei und damit weitere wertvolle Punkte geholt. Moritz Horns Vater Thorsten kam mit dem BMW 325i auf den vierten Platz in der Klasse 5 für DTM-Tourenwagen der ersten Stunde.

Auf dem Nürburgring setzt sich das Programm des DTM Classic Cups mit dem fünften und sechsten Lauf vom 12. bis 14. August 2022 fort – genügend Zeit, um die Spuren der Hitzeschlacht in Nürnberg wieder zu beseitigen. „Wir werden gut gerüstet in die Eifel kommen“, verspricht Sebastian Küppers von der zweipunktnull group. „Die fünf Wochen Pause bis zu unserer nächsten Abreise werden wir sicher zu nutzen wissen.“

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome, netzwerkeins GmbH

Fotografie: VVisions Fotografie / Verena Schwarz (10); ITR GmbH / DTM-Media-Team (1)

5.381 Zeichen (mit Leerzeichen und Zeilenumbrüchen)