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Investment Cars | history files
Porsche 911 L (Luxus), Baujahr 1967, Fahrzeug-Identifikationsnummer 134xx

Swiss Danish Dynamite

Ein mehr oder zufälliger Werkstattfund in Dänemark erweist sich als segensreicher Beifang. Eigentlich hat es ein historisch wertvoller Reservemotor sein sollen, doch von einer einstigen Rennkarosse mit kurzem Radstand geht die ungleich größere Faszination aus. Eine mehrjährige Zeitreise schließt sich an, ausgefüllt mit Nachforschungen und der Aufarbeitung eines Porsche 911 L (Luxus), der Tourenwagen und GT-Sportler zugleich gewesen ist. Und mit dem sich vor fünf Jahrzehnten die versammelte Hall of Fame des Motorsports betätigt hat – eine spannende Geschichte, finden Sie? Dann steigen Sie ein in die Dokumentation eines automobilen Denkmals von schwer einschätzbarem Wert.

Porsche 911 L (Luxus), Baujahr 1967

Die Historie des außergewöhnlichen 911 L (Luxus) mit der Fahrzeug-Identifikationsnummer 134xx ist ausgesprochen vielschichtig. Die Vorgeschichte markiert ein handelsüblicher Sportwagen in namhaftem Erstbesitz, es folgt die Umwidmung zu einem Rennwagen im Tourenwagen-Europapokal 1967, ein Unfall auf der Nürburgring-Nordschleife, der Wiederaufbau mit einer Ersatzkarosserie, der Umbau zum Spezial-Tourenwagen der Gruppe 5, ab 1970 der weitere Umbau und Einsatz als GT-Rennwagen mit etlichen Spitzenfahrern bis April 1973 sowie die mehr oder weniger unverhoffte Wiederentdeckung durch einen Schweizer Porsche-Connaisseur im Halbschatten einer Werkstatt in Dänemark und die Restaurierung. Aber der Reihe nach!

Anfänge in Weiß und „Hellelfenbein“

Über den Porsche-Händler Petermax Müller in Hannover wird am 15. März 1966 ein „Hellelfenbein“-farbener Porsche 911 mit der Fahrzeug-Identifikationsnummer 303785 an den ebenfalls in Hannover niedergelassenen Friedrich Carl Graf von Hardenberg ausgeliefert. Einem Nachruf zufolge liebt und veräußert er schnelle Automobile, namentlich diejenigen, die in Stuttgart-Zuffenhausen gefertigt worden sind. Er verstirbt 2018 im Alter von 93 Jahren. Den weißen 911 verkauft er nach knapp einem Jahr an den Sauerländer Karl Josef Freiherr von Wendt. Der Baron ist 1942 im Kindesalter von fünf Jahren der Universalerbe von Schloss Gevelinghausen und diverser Ländereien geworden, hat eine Lehre als Wald- und Forstwirt absolviert und betreibt seit 1959 aktiv Motorsport. Für 1967 verfolgt er große Pläne: Mit dem gerade erst als Tourenwagen homologierten Porsche 911 peilt er den Europapokal an.

Diese Meisterschaft wird in drei Divisionen ausgetragen:

Division 1: bis 1.000 cm³

Division 2: bis 1.600 cm³

Division 3: über 1.600 cm³

( … to be continued … )

Fotografie: © by LienhardBildwerke.ch, Christian Lienhard

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Fotografie: © by LienhardBildwerke.ch, Christian Lienhard

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