LINDER M Team by zweipunktnull group Düsseldorf begrüßt dreimaligen Sieger der 24 Stunden von Le Mans, Einsatz bei den TOURENWAGEN LEGENDEN fixiert
Marco Werner nimmt die Herausforderung an
1993 überraschte Formel 3-Spezialist Marco Werner mit dem dritten Gesamtrang beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Der Dortmunder erhielt von Uwe und Wolfgang Eickwinkel die Einladung, den seriennahen Porsche 911 Carrera RS N/GT ihres kleinen Bottroper Privatteams zu steuern. Im Feld der favorisierten Renntourenwagen und GT-Boliden theoretisch chancenlos, war der Podiumsrang mehr als unerwartet.
Der Erfolg zahlte sich aus: Die Eickwinkels waren durch ihren Vertragsfahrer Armin Hahne auch mit dem BMW M Team Linder verbunden, für das der Wahl-Monegasse 1992 und 1993 im Jägermeister-Orange in der DTM startete. Als Hahne aufgrund einer Terminkollision mit dem ADAC-GT-Cup auf dem Stadtkurs von Singen nicht starten konnte, ergab sich für Marco Werner die große Chance. Mit dem zuletzt von Harald Becker gefahrenen Linder-BMW M3 E30 gab der damals 27-Jährige 1993 seinen DTM-Einstand.
Nach starkem achten Trainingsrang ohne vorherige Testfahrten auf regennasser Strecke – noch vor Titelverteidiger Klaus Ludwig – lief der Debütant im Rennen in technische Probleme und fiel zurück. Dennoch überzeugte er Teamchef Ludwig Linder und kehrte später als Honda-Werksfahrer mit dem STW-Accord in den Allgäuer Rennstall zurück. Als Audi-Werksfahrer triumphierte Marco Werner dreimal bei den 24 Stunden von Le Mans. Inzwischen ist der Wahl-Schweizer als Referenzfahrer im historischen Rennsport gefragt. Bei “Le Mans Classic” fügte er seiner Erfolgsbilanz 2016 auf Porsche 936 den vierten Erfolg an der Sarthe hinzu.
Das alles veranlasste das LINDER M Team by zweipunktnull group Düsseldorf, die Spuren der Vergangenheit noch einmal aufzunehmen. Der Rennstall aus dem Rheinland setzt seit 2021 einen BMW 320 iS BTCC Gruppe A, ein Original-Chassis des englischen BMW-Entwicklungspartner Prodrive, in der Rennsport-Serie TOURENWAGEN LEGENDEN ein. Den 370 PS leistenden Siegerwagen des DTM Classic Cups in Spa-Francorchamps 2022 pilotiert Harald Grohs als Stammfahrer, mit Marco Werner erhält der Essener Kult-Rennfahrer einen ebenbürtigen Teamkollegen.
“Wir planen zunächst einen Einsatz im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring”, freut sich zweipunktnull-CEO Sebastian Küppers, “vor einer Viertelmillion Zuschauer und mit mehr als 50 Fahrzeugen im Feld dürfen wir einen großartigen Auftritt mit zwei hochklassigen Profis erwarten”. Vom Motor bis hin zu verschiedensten Komponenten werden maximale Teileumfänge von den damaligen Mitgliedern und Lieferanten des BMW M Teams Linder bereitgestellt. “Für uns sind klangvolle Namen wie Ludwig Linder oder Uwe Scharr eine Verpflichtung, einmal mehr unser Bestes zu geben”, sagt Sebastian Küppers, “das gilt nicht nur für das 24-Stunden-Rennen Nürburgring selbst, sondern auch für unsere Vorbereitung im Vorfeld.”
Marco Werner fügt hinzu: “Ich freue mich sehr auf diesen Einsatz, der vielfältige Erinnerungen an Ludwig Linder und die DTM weckt – 1988 habe ich im Rahmen einer offiziellen BMW-Fahrersichtung den zu dieser Zeit von Winfried Vogt aus Waldshut in der damaligen Tourenwagen-Europameisterschaft eingesetzten Linder-M3 E30 Gruppe A testen dürfen. Das war mein erster Kontakt zu diesem Team, fünf Jahre später gab ich dann in Singen meinen Einstand – ganz zu schweigen vom späteren Werkseinsatz in der Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft, der STW, mit dem Honda Accord.”
Sebastian Küppers fügt hinzu: “Wir produzieren zusammen mit dem damaligen Original-Fertigungspartner des LINDER M Teams in Pfronten/Allgäu exakt 149 hochwertige Sonderteile gemäß der damaligen Spezifikation nach. Damit haben unsere Kunden die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge auf ein entsprechendes Niveau zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie aktiv an Rennen teilnehmen oder ein besonderes Sammlerstück besitzen möchten.” Bei einem Rundgang durch die Ende der neunziger Jahre zuletzt genutzten Werkstatträume gemeinsam mit Ludwig Linder formulierte Sebastian Küppers eine etwas überraschende Perspektive: “Die Marke Linder hat ihre Attraktivät und Strahlkraft nicht eingebüßt, im Gegenteil – und wer weiß: Vielleicht ist das ja auch der Anfang von mehr!”
Verantwortlich für den Inhalt: netzwerkeins GmbH, Carsten Krome
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