[Editorial] Erste Worte

Jeder kann mitfahren. Mit dem eigenen Sportwagen. In einer angenehm entspannten Urlaubsregion.

Jeder kann mitfahren. Online. In HD-Qualität.

Tach zusammen,

liebe Leserinnen und liebe Leser,

so lautete die Losung, als es vor mittlerweile 13 Jahren erstmals mit werk1 über den Jochpass ging. Damals standen Live-Übertragungen und gleichzeitig Taxifahrten in historischen Neunelfern im Vordergrund. Nach der Pandemie zeigte sich, dass sich vieles verändert hatte. Nicht nur auf der inzwischen Tempo-limitierten und verkehrsüberwachten Passstraße mit ihren 105 Kurven war nach der Corona-Zeit so manches anders. Dasselbe galt für die Veranstaltungskultur vor Ort, die ihre Ausrichtung angepasst hatte. Es bleibt halt nicht immer alles so, wie es ist in der (Berg-)Welt, das ist normal und in Ordnung. Was aber war die Lehre aus alledem?

Die Antwort lag in der Rückbesinnung auf die 25 Jahre alte Idee einer Rundfahrt. 1999, lange vor dem Engagement am Jochpass von 2013 bis 2019, entwickelte sich ein Roadtrip. Vom Lechtal auf der österreichischen Seite ausgehend, ging es über teils spektakuläre Alpenstraßen auf die Allgäuer Seite, bergauf und bergab, mit einem Atlas auf den Knien. In einem Ford Fiesta mit Cup-Ausstattung und Dieselmotor gab es keine Navigation, einzig ein Sportlenkrad, einen CD-Player und einen unbändigen Entdeckergeist.

Nachdem es, nach mehrstündigem Kurven-Stakkato in Sonthofen gelandet, zu regnen begann, fiel ein Beschluss: Zurück nach Holzgau ins Bundesland Tirol sollte es keinesfalls auf der gleichen Strecke gehen, sondern durch das Tannheimer Tal in der Fortsetzung der gedachten Rundtour – über den Jochpass, umgeben von Reisebussen. Es war ein echtes Abenteuer, nach unfallfreier Rückkehr an den Ausgangspunkt schlotterten die Knie.

Dem Fiesta und dem rumpeligen Cup-Flair folgte ein Porsche 944 S mit einem ähnlichen Konzept: Motor unverändert, alles andere punktgenau modifiziert – für den Kurventanz auf dem Jochpass und andernorts auf der Rundreise über 220 erlebnisreiche Kilometer, die sich 2002 wiederholte. „Via Michelin” hatte online eine Fahrzeit von vier Stunden ermittelt, was sich in der Praxis ziemlich genau bewahrheitete. Wieder schlotterten die Knie nach einer Hitzeschlacht mit dem Auspuffrohr unter dem Fahrersitz. Das war emotional gehaltvoller als jede Testfahrt mit einem der unzähligen Renntourenwagen von 1992 bis 2002. Aber dann … verlor sich die Idee, bis sie sich nach dem letzten Einsatz 2019 am Jochpass wiederfand. Vielleicht auch, weil sie den Jochpass ganz einfach mit einbezog.

Welche Idee nun eigentlich?

Es ging darum, die 1999 anfangs zufällig gefundene Rundtour mit ihrer so auffallend logischen Linienführung einmal mit (Sportwagen-)Freunden zu fahren. Zusammen, nicht allein. In einer netten, freundlichen, wertschätzenden Gemeinschaft unter Gleichgesinnten.

Würde das überhaupt gehen oder widerspräche gerade das jedem automobilen Individualismus?

Die letzten drei Tage im Juni 2025 haben bewiesen, dass es mehr als gut funktioniert: bei #Alpine Cruising, der entspannteren Variante des Alpentourismus auf Rädern. Klar, man sollte so etwas schon vor Augen haben, bevor es Wirklichkeit wird. Am Ende war es aber noch viel schöner, nachhaltiger, bleibender als gedacht. Und darum fiel schon vor Ort der Beschluss, in diesem Jahr wieder auf Tour zu gehen, dreimal in dieser Saison sogar, auf einer da und dort angepassten Route mit ein paar Variationen – der Baustellen, eben der Veränderungen wegen.

Sie alle sind jetzt eingeladen, mit Ihren Sportwagen Teil dieser Bewegung zu werden, mit uns einmal mitzufahren! Mit der Natur und den Verkehrsregeln stets im Einklang: bergauf und bergab, mal sportlich und mal beschaulich.

Wie das geht? Das erfahren Sie auf unserer Landingpage, die so heißt wie der Roadtrip selbst: #Alpine Cruising.

Oder im Online-Shop unter dem gleichen Stichwort oder Suchbegriff: #Alpine Cruising.

Wir sehen uns!

Ihr und Euer

Carsten Krome