Zwei Runden vor Rennenende auf dem Norisring hatte es den Anschein, als würden die beiden DTM-Alltime-Stars Marc Hessel und Frank Schmickler im BMW M3 E30 2.3 Gruppe A von 2.0 Automotive einem sicheren zweiten Rang in ihrer Klasse und Platz sieben in der Gesamtwertung entgegenfahren. Dann jedoch rollte Schlussfahrer Schmickler vor den provisorisch errichteten Boxen des Nürnberger Stadtkurses aus. Die erste Diagnose: ein plötzlich auftretender Leistungsverlust. Die Düsseldorfer Mannschaft trat zügig die Heimreise an, um sich schon am nächsten Tag der Ursachenforschung zu widmen. Mögliches Motto: Optimize my day!

„Es ist kein Motorschaden!“, gab 2.0-Teamchef Sebastian Küppers am Montagnachmittag Entwarnung. Die Ursache für den Leistungsverlust ist inzwischen gefunden: Die spezielle Ölpumpe, ein vor dem Rennen auf dem Norisring frisch verbautes Original-Neuteil, war festgegangen. Bereits im Kurvenscheitelpunkt des „Schöller-S“ bemerkte Frank Schmickler eine Anomalie, nach dem Herausbeschleunigen in die Geradeaus-Passage an der Rückseite der monumentalen Steintribüne und beim Anbremsen der nicht minder geschichtsträchtigen Dutzendteichkehre waren die 285 PS auf einmal nicht mehr abrufbar. Geistesgegenwärtig steuerte der BMW-Werksjunior des Jahres 1988 die Boxen an und verhinderte so einen größeren Schaden.

„Wir können froh sein“, kommentierte Sebastian Küppers, „dass wir mit Ravenol einen versierten Schmierstoff-Hersteller als Sponsor, Leistungspartner und Lieferanten an Bord haben. Durch das Qualitätsöl, das wir in unserem Rennmotor des Typs S14 verwenden, blieb uns auch in dieser kritischen Situation ein Schmierfilmabriss erspart. Selbstverständlich haben wir die Zylinderbohrungen am Montag sofort ausgeleuchtet und keinerlei Anzeichen von Auswaschungen erkennen können. Das beruhigt uns natürlich nach der ersten Schrecksekunde in Nürnberg.“ Weiterhin führt er aus: „Dank der guten Partnerschaft mit unserer BMW-Händlerfamilie bei der Hans Brandenburg GmbH lag nicht nicht nur in Windeseile ein Neuteil auf unserer Werkbank, die Abwicklung ist im Zusammenspiel mit dem Hersteller ebenfalls in vollem Gange. Das ist einfach vorbildlicher Service!“

Vor dem Ausfall, mit der Zielflagge bereits vor Augen, hielten sich Startfahrer Marc Hessel und auch Frank Schmickler nach der Übernahme zur Rennmitte stets unter den ersten zehn Platzierten in der Gesamtwertung auf. Im weiteren Verlauf der 40-Minuten-Distanz rückten sie an die siebte Position und auf den zweiten Klassenrang vor. „Wir waren mit dem schnellsten BMW M3 auf dem Technik-Stand von 1988 im 23-Wagen-Feld unterwegs“, stellte Sebastian Küppers am Tag nach dem Saisonhighlight auf dem Norisring fest, „unsere gute Performance verdanken wir einerseits unseren professionellen Fahrern und unserem eingespielten Team, aber auch dem H&R-Rennfahrwerk – damit geht es einfach besser voran, das Reifenmaterial wird optimal genutzt.“

Dies bestätigte nicht zuletzt Marc Hessel, der vor 32 Jahren auf dem Norisring mit demselben Fahrzeugtyp bis auf den zweiten Platz nach vorne fuhr: „Wir sind im Vergleich mit dem damaligen Werkswagen natürlich etwas konservativer mit der Motordrehzahl, die 1987 freigegeben war, umgegangen. Der Unterschied beträgt in der Spitze zwischen 500 und 600 Kurbelwellen-Umdrehungen – das hier ist historischer Tourenwagen-Rennsport, da gelten eben andere Prämissen. Dass die Rundenzeiten dennoch bis auf weniger als neun Zehntelsekunden auf dem Top-Niveau der Urzeit lagen, ist unserem anscheinend sehr stimmigen Gesamtpaket zuzuschreiben. Daran wollen wir anknüpfen, wenn unsere Ölpumpe wieder funktioniert. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring wollen wir wieder voll mitmischen.“ Das Rennen auf dem Eifelkurs findet am zweiten Wochenende im August statt.

„Bis zu diesem Renntermin wird die verbleibende Zeit knapp“, zieht Sebastian Küppers ein vorläufiges Fazit, „schließlich befinden wir uns mitten in der Saison. Da bin ich froh, mit unseren Nachbarn von Optimize my Day einen außergewöhnlichen Leistungspartner und Sponsor an Bord zu haben, der uns bei der täglichen Kapazitätsplanung mit maßgeschneiderten Lösungen unter die Arme greift. So können wir versichert sein, keine unnötige Energie auf dem Weg von A nach B liegen zu lassen.“

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

Fotografie: Verena Schwarz, VVisions

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