33 Jahre nach Gründung 1987 in Moers-Schwafheim wird die Medienmarke rennsport revue eingestellt und umgewidmet. Zuletzt waren drei hochwertige Sonderausgaben im deutschsprachigen Zeitschriftenhandel erschienen, die sich ausschließlich historischen Renntourenwagen aus DTM, ITC und STW widmeten. Das inhaltliche Spektrum war allem Anschein nach deutlich zu eng gefasst, es entsprach nicht den allgemeinen Erwartungen an den Titel. Dies galt dann auch – insbesondere bei der dritten und abschließenden – Druckausgabe für die Verbreitungszahlen, die eine Fortführung nicht unbedingt nahelegten. Ein umfassendes Relaunch-Konzept stellt nun die Weichen für die Zukunft.

Die Schlagzeilen:

Keine weitere Printausgabe: rennsport revue verabschiedet sich nach drei exklusiven Sonderausgaben vom Zeitschriftenmarkt.

Keine Fortsetzung des Online-Shops: Die rennsport revue gewidmete Bestellmöglichkeit im Internet wird ebenfalls eingestellt.

Keine eigenständige Website: Der Online-Auftritt von www.rennsport-revue geht in die Dachmarke www.netzwerkeins.com über.

Münster. Die Medienmarke rennsport revue wird eingestellt. Nach einer im Dezember 2018 vielversprechend gestarteten Sonderausgabe über den historischen Tourenwagen-Rennsport im deutschsprachigen Raum erfüllten die nachfolgende zweite Ausgabe und insbesondere das dritte Heft die Erwartungen nicht mehr. „Anscheinend war das inhaltliche Spektrum in der zweiten und insbesondere in der dritten Ausgabe deutlich zu eng gefasst“, erklärt Carsten Krome, der ‚racing revue‘ noch als Zivildienstleistender im Oktober 1987 in Moers-Schwafheim skizzierte und 1989 in rennsport revue umwidmete. 1993 erschien ein gleichnamiges Buch, das von der Formel 1 über die DTM bis hin zur Spezial Tourenwagen Trophy alles enthielt, was der deutschsprachige Motorsport zu dieser Zeit zu bieten hatte. Dieser Tradition entsprachen die in jüngster Zeit herausgegebenen Sonderausgaben nicht mehr. Vielmehr dokumentierte die dritte und abschließende Ausgabe eine einzelne Rennsport-Serie. Um der zu erwartenden Kürzung der verbreiteten Auflage im deutschsprachigen Zeitschriftenhandel vorzugreifen, erfolgt nun die vorsorgliche Einstellung.

„Auch gegen einen Relaunch von rennsport revue habe ich mich schlussendlich entschieden“, führt Markeninhaber Carsten Krome weiter aus. „Zum einen sind vor drei Jahren erst umfangreiche Maßnahmen von der Kreation eines moderneren Logos über eine eigene Website bis hin Marketing-Auftritten im historischen Tourenwagen-Rennsport erfolgt und die Optionen damit allmählich ausgeschöpft. Zum anderen wirkt die bewusste Anlehnung an eine 1966 eingeführte und 2005 wieder eingestellte deutsche Illustrierte inzwischen überholt, wenn nicht sogar altväterlich. Daraus habe ich nun Konsequenzen gezogen, der Markt hatte dies mit einbrechenden Verkaufszahlen bereits vorher vollzogen.“ Dennoch habe gerade die Corona-Situation mit neuen Höchstwerten auf dem Online-Sektor gezeigt, dass ein ungebremstes Interesse an professionell recherchierten Geschichten aus den vergangenen Zeiten des Automobil-Rennsports besteht. Dies setzt jedoch eine Öffnung des Marken- und des Themenspektrums voraus. Vor allem die umfassende Kernkompetenz auf dem Sportwagensektor fand in rennsport revue zuletzt keinen Niederschlag.

In Zukunft wird das gesamte Storytelling aus dem umfassenden, von 1976 an aufgebauten Rennsport-Archiv von Carsten Krome Netzwerkeins unter der neuen, attraktiven Dachmarke werk1 rennsport special zusammengefasst – zunächst als ein eigenständiger Sonderteil in werk1 sports | cars | culture. „Daraus ergibt sich natürlich die eine oder andere Möglichkeit, das Ganze weiter auszubauen“, fasst Carsten Krome zusammen. „Seit dem 2. Januar 2020 wird viel Energie in den Relaunch der Medienmarke werk1 investiert, die mir sehr am Herzen liegt und der in Zukunft ungeteilte Aufmerksamkeit gelten soll. Es macht keinen Sinn, den eigenen Fokus dauerhaft auf soundsoviele Marken, soundsoviele Online-Auftritte und soundsoviele Schauplätze aufzuteilen – werk1 ist und bleibt eine starke Marke mit hohem Reichweiten- und Nachfragepotenzial. Dies wollen wir konsequent ausbauen, auch wenn es in einem werk1 rennsport special – über die Rennsportwagen der Interserie zum Beispiel – einmal nicht nur um ein bestimmtes Sportwagen-Fabrikat gehen sollte.“

Die Entwicklungsarbeiten schreiten, Corona-bedingt verlangsamt, stetig weiter voran.

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

33 Jahre, zusammengefasst in einer Galerie: rennsport revue im Spiegel der Zeit

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