1990-Bernd-Schneider-Kremer-Porsche-962-CK6-Interserie-Siegerland33 Jahre nach Gründung 1987 in Moers-Schwafheim wird die Medienmarke rennsport revue eingestellt und umgewidmet. Zuletzt waren noch drei hochwertige Sonderausgaben im deutschsprachigen Zeitschriftenhandel erschienen, die sich ausschließlich historischen Renntourenwagen aus DTM, ITC und STW widmeten. Das inhaltliche Spektrum war allem Anschein nach zu eng gefasst, es entsprach nicht den allgemeinen Erwartungen an den Titel. Dies galt dann auch – insbesondere bei der dritten und abschließenden – Druckausgabe für die Verbreitungszahlen, die eine Fortführung nicht länger nahelegten. Ein umfassendes Relaunch-Konzept stellt nun die Weichen für die Zukunft.

Die Schlagzeilen:

Keine weitere Printausgabe: rennsport revue verabschiedet sich nach drei exklusiven Sonderausgaben vom Zeitschriftenmarkt.

Keine Fortsetzung des Online-Shops: Die rennsport revue gewidmete Bestellmöglichkeit im Internet wird ebenfalls eingestellt.

Keine eigenständige Website: Der Online-Auftritt von www.rennsport-revue geht in die Dachmarke www.netzwerkeins.com über.

Münster. Die Medienmarke rennsport revue wird eingestellt. Nach einer im Dezember 2018 vielversprechend gestarteten Sonderausgabe über den historischen Tourenwagen-Rennsport im deutschsprachigen Raum erfüllten die nachfolgende zweite Ausgabe und insbesondere das dritte Heft die Erwartungen nicht mehr. „Anscheinend war das inhaltliche Spektrum in der zweiten und insbesondere in der dritten Ausgabe deutlich zu eng gefasst“, erklärt Carsten Krome, der ‚racing revue‘ noch als Zivildienstleistender im Oktober 1987 in Moers-Schwafheim skizzierte und 1989 in rennsport revue umwidmete. 1993 erschien ein gleichnamiges Buch, das von der Formel 1 über die DTM bis hin zur Spezial Tourenwagen Trophy alles enthielt, was der deutschsprachige Motorsport zu dieser Zeit zu bieten hatte. Dieser Tradition entsprachen die in jüngster Zeit herausgegebenen Sonderausgaben nicht mehr. Vielmehr dokumentierte die dritte und abschließende Ausgabe eine einzelne Rennsport-Serie. Um der zu erwartenden Kürzung der verbreiteten Auflage im deutschsprachigen Zeitschriftenhandel vorzugreifen, erfolgt nun die vorsorgliche Einstellung.

„Auch gegen einen Relaunch von rennsport revue habe ich mich schlussendlich entschieden“, führt Markeninhaber Carsten Krome weiter aus. „Zum einen sind vor drei Jahren erst umfangreiche Maßnahmen von der Kreation eines moderneren Logos über eine eigene Website bis hin Marketing-Auftritten im historischen Tourenwagen-Rennsport erfolgt und die Optionen damit allmählich ausgeschöpft. Zum anderen wirkt die bewusste Anlehnung an eine 1966 eingeführte und 2005 wieder eingestellte deutsche Illustrierte inzwischen überholt, wenn nicht sogar altväterlich. Daraus habe ich nun Konsequenzen gezogen, der Markt hatte dies mit einbrechenden Verkaufszahlen bereits vorher vollzogen.“ Dennoch habe gerade die Corona-Situation mit neuen Höchstwerten auf dem Online-Sektor gezeigt, dass ein ungebremstes Interesse an professionell recherchierten Geschichten aus den vergangenen Zeiten des Automobil-Rennsports besteht. Dies setzt jedoch eine Öffnung des Marken- und des Themenspektrums voraus. Vor allem die umfassende Kernkompetenz auf dem Sportwagensektor fand in rennsport revue zuletzt keinen Niederschlag.

In Zukunft wird das gesamte Storytelling aus dem umfassenden, von 1976 an aufgebauten Rennsport-Archiv von Carsten Krome Netzwerkeins unter der neuen, attraktiven Dachmarke werk1 rennsport special zusammengefasst – zunächst als ein eigenständiges Heft in Heft in werk1 sports / cars / culture. „So war es am 11. August 2015 – dem 30. Todestag des Porsche-Rennfahrers Manfred Winkelhock – eigentlich auch angedacht“, berichtet Carsten Krome. „Seit dem 2. Januar 2020 ist dann viel Zeit und Energie in den Relaunch der Medienmarke werk1 investiert worden, die mir sehr am Herzen liegt und der in Zukunft wieder mehr Aufmerksamkeit gelten soll. Es macht keinen Sinn, den eigenen Fokus dauerhaft auf soundsoviele Marken, soundsoviele Online-Auftritte und soundsoviele Schauplätze aufzuteilen – werk1 ist und bleibt eine attraktive Marke mit entsprechendem Reichweiten- und Nachfragepotenzial. Das wollen wir konsequent ausbauen – selbst dann, wenn es in einem werk1 rennsport special einmal nicht ausschließlich um ein bestimmtes Sportwagen-Fabrikat gehen sollte.“

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

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Im heißen Sommer 1985, vor 35 Jahren: die letzten Wochen im Leben des Manfred Winkelhock.

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