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2021-DTM-Classic-Norisring-Zwei-Punkt-Null-Automotive-BMW-M3-E30-Alpina-Moritz-Horn-2123230 © Farid Wagner, pitwall media

Vor beeindruckender Zuschauerkulisse zelebrierten die Tourenwagen-Legenden der DTM Classic auf dem Norisring ihren Abschluss der Motorsport-Saison 2021, der durch ein Großaufgebot an Fahrerpersönlichkeiten und ihren nicht weniger beliebten Rennboliden ein überaus emotionaler war. Auch Moritz Horn gab sich noch einmal mit dem ALPINA-BMM M3 E30 2.3 des Jahrgangs 1988 die Ehre, technisch betreut von 2.0 Automotive aus Düsseldorf. Sieben Wochen nach dem erfolgreichen Auftritt auf dem Nürburgring im August hatten Teamchef Sebastian Küppers und sein 24 Jahre junger Schützling im BMW-Cockpit noch einmal allen Grund zur Freude: zwei Klassensiege, zwei sechste Gesamtränge hinter wesentlich leistungsstärkeren Fahrzeugen. Mögliches Motto: Yes, we can!

Die Schlagzeilen:

Zwei Siege in Klasse 3: Moritz Horn dominiert das Klassement der Renntourenwagen der Gruppe A bis Modelljahr 1988 – das auch den neuen Meister stellt.

Zweimal Gesamtrang sechs: im Elitefeld der hochkarätig besetzten Klasse-1-Renntourenwagen und Letztstand-Boliden der DTM ’92 das Maximum erzielt.

Einwandfreie Teamleistung: Auch ein Getriebewechsel kann den 2.300 ccm großen Original-DTM-Einsatzwagen von Peter Oberndorfer 1988 nicht bremsen.

Eitel Freude bei Moritz Horn und seinem Einsatzteam 2.0 Automotive am zweiten Oktober-Wochenende 2021 auf dem Norisring: Das Finale der diesjährigen DTM bot die Rahmenhandlung, pro Renntag waren 25.000 Zuschauer auf der geschichtlich bedeutenden Steintribüne zugelassen – und auch das Wetter spielte trotz Corona-bedingter Verlegung des traditionellen Termins Ende Juni mit. Bei wolkenlosem Himmel feierten zwei Dutzend Rennfahrer einen emotionalen Saisonabschluss. Zahlreiche Starpiloten waren zusätzlich aufgeboten worden, ebenso bis zu 520 PS leistende Klasse-1-Boliden in ungewohnt großer Zahl und Vielfalt – keine einfache Aufgabe für den erst 24-jährigen Youngster am BMW-Volant. Bewusst setzt der ehemalige Weltklassepilot im Kartsport auf ein Original-Fahrzeug mit entsprechender Relevanz. Für Sammlerfahrzeuge  der Modelljahre bis 1988 einschließlich ist bei der DTM Classic Tourenwagen Legenden die Klasse 3 geschaffen worden – auch im Sinne der Chancengleichheit. Denn während in der nächsthöheren Klasse 2 auch Letztstand-BMW M3 E30 mit bis zu 375 PS startberechtigt sind, kommt Moritz Horn ganz bewusst mit den bis 1988 gültigen 305 PS aus. Er möchte seinen automobilen Zeitzeugen in dem Zustand belassen, in dem er sich zum Zeitpunkt der Übernahme vor annähernd zwei Jahren befunden hat. Dass damit auch bei Bestbesetzung überragende Ergebnisse möglich sind, zeigte sich in den Straßen der Stadt Nürnberg einmal mehr.

So lief das Qualifying am Samstag, 9. Oktober 2021:

58.194 Minuten, achter Gesamtrang, erster Platz in Klasse 3, bester Vertreter der Marke BMW – mit dieser Leistung qualifizierte sich Moritz Horn auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring für die vierte Startreihe. Abgesehen von einem Mercedes-Benz E 2.5-16, ließ er sämtliche Konkurrenten mit 2.5-Liter-Motoren bei der Zeitenjagd hinter sich: ein klares Indiz für die Kampfkraft des Piloten und die punktgenaue Vorbereitung seines Renntourenwagens. Das erste von zwei 30-Minuten-Rennen am Samstagnachmittag würde die erste Entscheidung des Wochenendes bringen.

So lief das erste Rennen am Samstag, 9. Oktober 2021:

Unmittelbar hinter der Rennsport-Legende Hans-Joachim Stuck, dem DTM-Sieger des Jahres 1990, in dessen Audi V8 ins Ziel gekommen zu sein, war für Moritz Horn das eine Ereignis von bleibendem Erinnerungswert. Für das andere sorgte er unmittelbar nach dem Überqueren der Ziellinie, als er auf seiner Auslaufrunde in der Grundig-Kehre zum Stillstand kam. „Auf dem Norisring ist das Getriebe mehr gefordert als auf jeder anderen Rennstrecke“, erklärte der Sechstplatzierte und Sieger der Klasse 3 später, „auf den letzten Metern wurden die Probleme dann größer. Ich musste in einem hohen Gang aus den engen Kehren heraus beschleunigen, was die Kupplung natürlich extrem beansprucht – und ich hatte ja noch ein Rennen vor mir! Da war ich natürlich gut beraten, sehr auf das Material zu achten.“ Dennoch war ein Wechsel der Schalteinheit zum Sonntagsrennen unausweichlich. Teamchef Sebastian Küppers kommentierte: „Es ist bei einem Einsatz auf diesem Niveau geradezu selbstverständlich, eine einbaufertige Schalteinheit dabeizuhaben.“

So lief das zweite Rennen am Sonntag, 10. Oktober 2021:

Yes, we can! Unter diesem Motto stand der zweite Auftritt auf dem Norisring. Beim abschließenden Rennen der Saison 2021 bestätigte Moritz Horn auch mit dem Ersatzgetriebe seine solide Leistung vom Vortag: abermals Sechster in der Gesamtwertung, abermals Sieger in der Klasse 3. „Wir haben gezeigt, dass wir auch auf unserem Entwicklungsstand vor allen Evolutionen ab 1989 mithalten können“, freute sich der Steuer-Mann im Cockpit des BMW M3 E30 2.3 Gruppe A. Sebastian Küppers ergänzte: „Die Tatsache, dass die von uns gewählte Klasse 3 den neuen Meister der DTM Classic stellt, unterstreicht ihre Relevanz. Es muss kein weitreichend modifiziertes – und damit in seiner Grundsubstanz inkorrektes – Original-Fahrzeug sein, um Performance-orientiert am historischen Tourenwagen-Rennsport teilzunehmen.“

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome, netzwerkeins GmbH

Fotografie: Farid Wagner, pitwall media, für die netzwerkeins GmbH

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