V8STAR, Saison 2/2002, Racing Weekend 2/10, Hockenheimring, Samstag, 12. Mai 2002 – Titelverteidiger Johnny Cecotto verliert die Tabellenführung – erstmals seit der Serien-Premiere.

Titelverteidiger Johnny Cecotto belegt nach verpatztem Boxenstopp beim zweiten Rennen der Saison 2002 auf dem Hockenheimring im Irmscher-Opel Omega nur den vierten Rang. Mit nunmehr 60 Punkten fällt der Sieger des Vorjahres auf den zweiten Tabellenplatz zurück.

Tagessieger und neuer Tabellenerster: Thomas Mutsch (Bitburg), der im MIS-Audi von Ulrich Mönninghoff die versammelte Konkurrenz überrumpelt und mit mehr als sieben Sekunden Vorsprung vor den beiden Zakspeed-Jaguar S-Type von Robert Lechner (Salzburg) und Pedro Lamy (Portugal) triumphiert.

Nach dem zweiten Platz im Motopark Oschersleben beim Saisonauftakt 14 Tage zuvor übernimmt Thomas Mutsch durch den Triumph im badischen Motodrom mit 62 Zählern die Führung im Gesamtklassement. Die Zakspeed-Piloten Robert Lechner und Pedro Lamy liegen mit 57 Punkten einträchtig auf dem dritten Tabellenrang, sie haben einen Zähler mehr auf dem Konto vorzuweisen als Verfolger Roland Asch (Ammerbuch, Ford Mondeo, PoleVision Racing).

Thomas Mutsch, der 2001 bereits auf dem Hockenheimring den ersten Platz belegt hat, profitiert aber auch vom Pech des Zakspeed-Teams. Der ehemalige Formel-1-Pilot Pedro Lamy, von der Pole Position gestartet, deutet einen Funkspruch falsch und kommt nicht vorschriftsmäßig an die Box. Dafür erhält er von der Rennleitung eine Stop-and-Go-Strafe, die ihn weit zurückwirft – vom ersten auf den 15. Rang.

Der Südeuropäer und spätere Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Juni 2002 startet eine beeindruckende Aufholjagd und lässt Asch, Kris Nissen (Dänemark/VW Passat), Markus Oestreich (Fulda/Lexus GS) und sechs Runden vor Schluss auch Johnny Cecotto hinter sich. „Ich habe den Funkspruch von meiner Box falsch verstanden. Das war ganz klar mein Fehler. Ich hätte das Rennen gewinnen können, wenn mir dieses Missverständnis nicht passiert wäre”, stellt Pedro Lamy im Ziel selbstkritisch fest.

Zakspeed-Teamkollege Robert Lechner, der nach dem Missgeschick des Portugiesen zunächst in Führung liegt, fällt kurze Zeit später nach einer Kollision auf den sechsten Platz zurück, kann sich aber mit einer starken Leistung wieder auf den zweiten Rang vorarbeiten. „Wir haben sicher den Sieg verschenkt, trotzdem die Teamwertung gewonnen und unsere Führung in der Tabelle weiter ausgebaut”, bilanziert Zakspeed-Teammanager Andreas Hainke. In der Teamwertung führt Zakspeed das Klassement souverän an.