Mit dem dritten Meisterschaftsrang in der Gesamtwertung der Tourenwagen Classics erreichte das Revival Team Vogelsang gleich im ersten Einsatzjahr ein unerwartetes Podiumsergebnis. Außerdem etablierte sich Harald Grohs, prominenter Stammfahrer neben Ralph Bahr, als der erfolgreichste Zeitzeuge aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, der DTM. In der stark besetzten Klasse 3 für Gruppe-A-Fahrzeuge kam das ProAm-Duo mit dem BMW M3 E30 2.3 auf dem ausverkauften Hockenheimring an dritter Stelle hinter zwei Markenkollegen ins Ziel  das genügte, um dem Traum vom Klassensieg doch noch wahr werden zu lassen.

Die Schlagzeilen:

Als Drittplatzierte auf dem Hockenheimring auch zum dritten Meisterschaftsrang: Harald Grohs und Ralph Bahr krönen nach einer Aufholjagd die erfolgreiche erste Saison des Revival Teams Vogelsang.

Rotphase im Qualifikationstraining führt zur Rückversetzung um zehn Startplätze: Trotzdem kommt der schwarze M3 vor ausverkaufter Kulisse des DTM-Finalrennens noch auf den neunten Gesamtrang.

Altmeister Harald Grohs kämpft sich trotz einer Muskelzerrung durch das lange Rennwochenende und überzeugt mit gewohnt schnellen Rundenzeiten im zweiten Abschnitt der 40-Minuten-Prüfung.

Auf dem Hockenheimring gaben 35 Teams ihre Nennung zum Finalrennen der Tourenwagen Classics 2018, kurz TWC, ab. Auch beim siebten und letzten Rennen der Saison dabei: das zu Jahresbeginn neu formierte Revival Team Vogelsang mit seinem ProAm-Pilotenduo Ralph Bahr und Harald Grohs. Nach einem Motorschaden am 16. Juni auf dem Nürburgring und der damit verbundenen Nullrunde in der Punktwertung kämpfte sich das Team in den verbleibenden vier Läufen konsequent wieder nach vorne. Das Ziel, die hart umkämpfte Klasse 3 für Renntourenwagen der Gruppe A am Ende doch noch für sich zu entscheiden, gaben sie niemals auf. Ihre Taktik war dabei stets die gleiche: Ralph Bahr startete in die 40-Minuten-Distanzen, Harald Grohs brachte die Rennen jeweils zuende – fast immer mit sensationellen Rundenzeiten.

Auch auf dem Hockenheimring gingen die beiden Vogelsang-Stammfahrer so vor, allerdings mit einer Einschränkung: DTM-Altmeister Harald Grohs, einer der am meisten beschäftigten Fahrer an diesem Wochenende, zog sich eine Muskelzerrung zu, die die Physiotherapeuten im BMW-Werksteam in den Griff zu bekommen versuchten. Grohs, schon immer ein harter Kämpfer, biss sich durch, verlegte die Bremspunkte noch weiter nach hinten als üblich und führte die Klassen-interne Reihenfolge zunächst an. Im Abschlusstraining kam es jedoch zu einer Rotphase, ausgelöst durch den Ausrutscher des Opel-Piloten Gerhard Füller. Mit der nachfolgenden Neutralisationsphase verbunden war ein Tempolimit von 80 km/h. In den Cockpits der DTM-Tourenwagen, die früher ohne eine Tachometer-Anzeige auskommen mussten, war die Einhaltung jedoch nicht überprüfbar. Und so kam es, dass der schwarze Vogelsang-M3 statt mit 80 mit 107 km/h gemessen wurde. Die Konsequenz: die Rückversetzung um zehn Positionen in der randvoll besetzten Startaufstellung mit 33 verbliebenen Rennteilnehmern – neben Gerhard Füller fiel noch ein weiterer Fahrer aus.

Nach der Startfreigabe musste sich Ralph Bahr zunächst durch zahlreiche Scharmützel wühlen. Zudem sammelte er während einer weiteren Neutralisationsphase Pick-Up auf, der sich auf den Laufflächen der Dunlop-Reifen ansammelte. Fünf Runden verblieben bis zum Zeitfenster für die obligaten Boxenstopps, um die Pneus wieder frei zu bekommen. So erhielt Harald Grohs wieder ein einwandfreies Rennauto, das er nach den intensiven Massagen im BMW-Lager übernahm. Einmal eingestiegen, schaltete der alte Fuchs in den Kampfmodus um und orientierte sich bis zum neunten Gesamtrang nach vorne. Der dritte Rang in der Klasse 3 hinter zwei weiteren BMW M3 reichte aus, um in der Jahresentwertung noch den erhofften Satz auf den dritten Schlussrang zu vollführen. Ralph Bahr kommentierte begeistert: “Ein Traumergebnis vor einer sagenhaften Zuschauerkulisse – wir sind nach dem Hauptrennen, der heutigen DTM, gestartet. Aber die Leute auf den Tribünen sind alle geblieben. Sie haben uns sehen wollen, und ich gehe davon aus, dass wir niemanden enttäuscht haben. Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder!” Und Harald Grohs ergänzte: “Wir haben vor vier Monaten einen Ausfall hinnehmen müssen und uns zurückgekämpft. Am Ende zählt nur das Ergebnis, und darauf können wir stolz sein.”

Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Krome Netzwerkeins

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