INTERWETTEN Sports Car Challenge (SCC) im Rahmen der Red Bull Ring Classics (28. – 30. 08.2026): So lief das erste 25-Minuten-Rennen am Samstagnachmittag.

Auf kleinen 13-Zoll-Rädern zum Erfolg: Marco Fink sichert sich den ersten Sieg auf dem Red Bull Ring.

8.169 Sekunden trennten die beiden Erstplatzierten im Ziel: Sieger Marco Fink und der dreimalige Le-Mans-Champion Marco Werner bescherten dem französischen Rennwagen-Konstrukteur Norbert Santos einen Doppelerfolg. Denn sowohl der siegreiche Nova Proto NP 01 als auch der Norma M2000 stammen aus ein- und derselben Feder. Nachdem Santos seine Firma Norma an das einheimische Composite-Unternehmen Duqueine verkauft hatte, mochte er sich mit einem Leben im Unruhestand nicht so recht anfreunden und kehrte mit dem vielsagenden Label Nova Proto zurück. Und wie er das tat: Der offene Rennsportwagen dominiert die Berg-Europameisterschaft mit den verschiedensten Motorkonzepten, und das wiederum blieb auch bei BMW-Händler Marco Fink nicht unbemerkt. Der Allgäuer nahm die Adaption auf einen hauseigenen V8-Motor aus dem seligen “Zetti”, dem BMW Z4 GT3, vor. Eines der Kernthemen: die vergleichsweise kleinen 13-Zoll-Räder, für die einzig Pirelli einen passenden Reifen zu liefern wusste.

Dass das Gesamtpaket funktioniert, zeigte sich einmal mehr auf dem Red Bull Ring. Unterdessen kam es während der Warmlaufphase vor dem Rennen zum Drama um Matthias Lauda. Der Cosworth-Motor, präpariert von der Schweizer Tuner-Legende Heini Mader, gab unerwartet Misstöne von sich. Die Diagnose: keine Kompression auf dem zweiten Zylinder. Die Konsequenz: Rückzug aus Sicherheitsgründen, kein Start des ehemaligen DTM-Piloten im ersten Rennen. Auch Teamleader Christian Klien kam nicht wie geplant über die Distanz. Ein Problem im Bereich der Schaltperipherie zwang den Wahl-Schweizer an die Box, an 14. Gesamtposition kam der gelbe INTERWETTEN-PRC WPR 66 schließlich ins Ziel.

Dort freute sich der Schweizer Jeremy Siffert (Duqueine D08, Gebhardt Intralogistics Motorsports) als Matchwinner der Pro/1-Kategorie über den verbliebenen Podiumsrang. Diego Romanini (PRC NT24 Honda, Open/2) und Axel Pilz (Classic, McLaren M6B) verbuchten weitere Klassensiege.