V8STAR, Saison 2/2002, Racing Weekend 6/10, Nürburgring, Samstag, 20. Juli 2002: Johnny Cecotto und Pedro Lamy schlagen eindrucksvoll zurück.
Sieben Wochen nach dem letzten Auftritt auf dem Nürburgring kehrt die V8STAR im Juli 2002 an den Eifelkurs zurück, um die sechste Partie des laufenden Rennjahres zu spielen. Sowohl für den zuletzt zweimal sieg- und erfolgreichen Thomas Mutsch als auch für Zakspeed Racing ist es ein Heimspiel – und beide Opponenten nehmen den kurzen Reiseweg mit unterschiedlicher Motivation auf sich. Während Thomas Mutsch auf die Tabellenspitze und den Meistertitel schaut, wollen Robert Lechner und vor allem der zuletzt etwas formschwache Pedro Lamy verlorenes Terrain zurückerobern. Das gilt allerdings auch für den Titelverteidiger Johnny Cecotto, der seit dem Saisonauftakt am 27. April in Oschersleben nicht mehr gewonnen hat. Der erfahrene Taktiker weiß: Will er sich weiter in der Punktwertung durchsetzen, muss er aus der Eifel volle 32 Zähler für den Sieg mitnehmen – und das macht der Venezolaner auf eindrucksvolle Art und Weise. Mehr noch: Er zieht in seinem Windschatten Pedro Lamy mit sich, der sich ebenso nachdrücklich rehabilitieren kann.
Der Reihe nach: Im Qualifying landet Thomas Mutsch überraschend an 21. und letzter Stelle. Johnny Cecotto schlägt seinerseits erbarmungslos zu und sichert sich die Pole-Position vor dem erstarkten Zakspeed-Duo Robert Lechner und Pedro Lamy. Kurt Thiim, Ralf Druckenmüller und Steffen Widmann folgen auf den Positionen vier bis sechs.
Im Rennen bestimmt ein Fahrerquartett aus einstigen DTM-Tagen das Tempo: Spitzenreiter Johnny Cecotto kontrolliert dass Geschehen vor Pedro Lamy, Kris Nissen und Roland Asch, die in dieser Reihenfolge im Ziel einlaufen. Einmal mehr zeigen die gestandenen Profis damit, dass auf dem Nürburgring eigene Gesetze herrschen. Thomas Mutsch kann sich hinter Robert Lechner noch auf den sechsten Platz zurückkämpfen, doch eine Frage bleibt: Ist damit im Rennen um die Meisterschaft eine Vorentscheidung gefallen? Noch sind vier Läufe zu bewältigen, doch der Konter des silbergrauen Irmscher-Omega sitzt erst einmal bei der schwer beeindruckten Konkurrenz. Mit dem Salzburgring steht am 10. August 2002 das zweite und letzte Auslandsrennen des Jahres an – wie schon in Zolder auf einer Anlage mit großer DTM-Tradition und der Aussicht auf weitere spannungsgeladene Szenen.