V8STAR, Saison 2/2002, Racing Weekend 9/10, Nürburgring, Samstag, 21. September 2002: Robert Lechner triumphiert, Thomas Mutsch kassiert Nullrunde.
Zakspeed setzt in der V8STAR-Saison 2002 wie schon im Vorjahr auf Marketing-wirksame Zahlenspiele: Während Pedro Lamy mit der Startnummer 88 antritt, erbt Robert Lechner die #99 von Marcel Tiemann, der den Eifeler Rennstall im Winter genauso verlässt wie sein Teamkollege Karl Wendlinger. Lechner kommt mit der Empfehlung eines Heimsieges am 9. Juni 2001 auf dem Salzburgring am Bord – auf eine Wiederholung muss er lange warten, mehr als ein Jahr. Am 21. September 2002 ist es schließlich soweit, wenn auch etwas unerwartet zu diesem weit fortgeschrittenen Zeitpunkt der Jahres. Zuletzt haben Johnny Cecotto und Robert Lechners Zakspeed- Stallgefährte Pedro Lamy verlorenes Terrain wieder aufgeholt.
Die Situation in der Tabelle vor dem vorletzten Rennwochenende: Nach acht von zehn Läufen liegt Titelverteidiger Johnny Cecotto mit 236 Zählern auf Position eins, neun Punkte beträgt sein Vorsprung auf Thomas Mutsch. In der Teamwertung verteidigt Zakspeed Racing die Führung, der Eifeler Traditionsrennstall hat mit 750 Punkten nur noch 29 Zähler Vorsprung auf PoleVision Racing Ellen Lohr, Roland Asch und den Silhouetten des Ford Mondeo.
Im Qualifying bringt sich das Zakspeed-Tandem mit den Plätzen eins und zwei in die bestmögliche Ausgangsposition. Am Nürburgring traditionell stark, halten die beiden grünen Jaguar S-Type sowohl Johnny Cecotto (Rang neun) als auch Thomas Mutsch (nur Zwölfter) deutlich hinter sich.
Im Rennen erwischt Mutsch, der bisherige Tabellenzweite, einen rabenschwarzen Tag. Er kassiert eine Nullrunde, während Cecotto sich taktisch geschickt bis an die dritte Stelle nach vorn arbeitet. Vor ihm erlebt Kurt Thiim, mit 43 Lenzen im Herbst seiner Profi-Karriere angekommen, eine Sternstunde. Der DTM-Champion des Jahres 1986 auf Rover Vitesse kommt als Zweiter mit dem Opel Omega von SST Engineering über die Distanz. Vor dem Dänen mit Eifeler Wohnsitz darf freilich Robert Lechner jubeln. Der drahtige Salzburger beschert sich den ersten Sieg in Zakspeed-Diensten, Pedro Lamy kassiert vier Meisterschaftspunkte weniger für den vierten Platz, den er vor Steffen Widmann und Christian Hohenadel verteidigt.
Während Johnny Cecotto seine Punktekonto weitere 32 Zähler für den Sieg hinzufügt, ist Thomas Mutsch nach dem Nuller beim dritten Eifel-Heimspiel auf dem Nürburgring raus aus dem Titelrennen.
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Veröffentlicht am: 6. Mai 2026 um 17:08 Uhr