ADAC Hockenheim Historic, 09./10. Mai 2026: fürwahr eine vielschichtige Zeitreise

Bis wir uns wiederseh’n

Zu den deutschsprachigen Hymnen der achtziger Jahre zählt ein Hit der 1980 rund um Sänger Stefan Zauner formierten Pop-Band Münchener Freiheit. Acht Jahre nach der Gründung erschien 1988 die Single-Auskoppelung “Bis wir uns wiederseh’n” aus dem Album “Fantasie”.

Wiederseh’n: naturgemäß nicht nur ein musikalisches Thema bei der ADAC Hockenheim Historic 2026. Es geht um den großen Rennsport von gestern und vorgestern, um Lieblingsautos wie die 25 spektakulären Sportprototypen im Velom Watches Supercup by Interwetten SCC, in vier einzelnen Übertragungen, neudeutsch: Sessions, live auf YouTube gestreamt.

Live-Übertragungen sind das Werk vieler Beteiligter, die dem Geschehen ihr Gesicht und ihre Stimme geben. Medienmenschen nennt man diese Leute. Seit 2023 ergab sich bei der ADAC Hockenheim Historic die Möglichkeit, mit drei besonders freundlichen Vertretern dieser Berufsgruppe zusammenzuarbeiten: Daniel Pesch, André Kessler … und Dominik “Nik” Breiden.

Das angenommene Lieblingswochenende im Rennkalender begann beim Eintritt in die Kommentatorenkabine im obersten Stockwerk des alternden “Ravenol-Turms” mit einer gänzlich unerwarteten Nachricht.

Statt der drei erwarteten Medienmenschen saß da nur Daniel. Mit gesenktem Blick eröffnete er, dass Nik kurz vor Erreichen des 50. Lebensjahres verstorben sei. Am 4. Januar bereits.

Und so fehlte der lieb gewonnene Radiokollege von jetzt auf gleich, und doch war er noch da – nicht nur während einer Gedenkminute zu Beginn des Sportwagenrennens.

“Bis wir uns wiederseh’n” – so steht es in Niks Traueranzeige geschrieben. “Bis wir uns wiederseh’n” – das war der Soundtrack der ADAC Hockenheim Historic 2026. Stets und ständig. Der alte Hit der Münchener Freiheit war ein guter Begleiter. So wie der Moderator aus dem Westerwald.

Wiederseh’n – naturgemäß auch mit Wegbegleitern aus nunmehr 40 Berufsjahren, mit den Spuren des eigenen Weges – gerade in “Hoggene”, wo am Rosenmontag, dem 2. März 1987, mit einem renntauglichen Corsa aus dem Opel Junior Cup die Reise ins Profitum mit der Spezial Tourenwagen Trophy einst begann.