Zeichen der Zeit: Technisch anspruchsvoller Tourenwagen-Rennsport bedarf mehr denn je einer wertigen Bühne, einer exklusiven – aber nicht abgehobenen – Plattform nur für Renntourenwagen der Gruppe A von 1982 bis 1992.
Auf vielfache Nachfrage präsentieren die TOURENWAGEN LEGENDEN diese Plattform als Pilotprojekt und Ausgangsbasis für ein künftiges, eigenständiges Veranstaltungsformat.
Der Entwicklungsweg der TOURENWAGEN LEGENDEN: von der Diversifizierung zurück zur Spezifizierung.
Seit dem 1. November 2023 befindet sich das 2019 gegründete Rennsportformat TOURENWAGEN LEGENDEN in neuer Führung – sportlich, strategisch und wirtschaftlich. Die erste, unmittelbare Konsequenz: eine Öffnung und Erweiterung der Klassenstruktur – und damit der Teilnehmerzahlen.
Inzwischen präsentieren sich die TOURENWAGEN LEGENDEN als eine vielfältige, freundliche und zugängliche Spielwiese für Renntourenwagen und Grand Tourisme bis zum Modelljahr 2009. Dennoch hat die Nachfrage nach klassischem Tourenwagen-Rennsport nach dem Reglement der Gruppe A von 1982 bis 1992 niemals abgerissen, ganz im Gegenteil: Der Ruf nach Eigenständigkeit, nach Sichtbarkeit wurde lauter und lauter.
Neue Plattform als Pilotprojekt und Ausgangsbasis für ein eigenständiges Veranstaltungsformat: Pure Group A.
1982 führte der Motorsport-Weltverband FIA die Gruppe A für Großserien-basierte Renntourenwagen ein. Bis zur Einführung der technisch freizügigeren Klasse 1 zehn Jahre später war das Gruppe-A-Reglement international ein Qualitätsbegriff, und das nicht nur in der Tourenwagen-Europameisterschaft. 1984 trat auf der Grundlage der Gruppe A die Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft zu ihrem Siegeszug an, zwei Jahre später die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft, kurz: DTM.
Vom BMW 528i bis hin zum Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo 2 war und ist die Bandbreite der Erfolgsmodelle bekanntermaßen groß – ihre Ausstrahlung ist bis heute ungebrochen. Doch der Invest in ein entsprechendes Fahrzeug – ganz gleich, ob Original oder Neuaufbau – setzt eine sportliche Chancengleichheit voraus. Diese kann offenbar nur in einem eigenständigen Format für diese historisch relevante Kategorie sichergestellt werden.
Reglementarische Grundlagen: Maßgebend ist die DMSB-Gruppe H aufgrund schwerlich rückbaubarer Modifikationen.
Maßgeblich ist die heute gegebene Lebenswelt im historischen Tourenwagen-Rennsport, angefangen mit der weit verbreiteten Nachrüstung sequenziell geschalteter Getriebe. Diese sollen auch weiterhin zum Einsatz kommen dürfen, freilich eingebettet in ein stimmiges Gesamtbild.
Darum bildet die DMSB-Gruppe H den reglementarischen und gleichzeitig möglichst lebensnahen Unterbau. Das Organisationskomitee wird, um eventuelle Fehlinterpretationenen im Ansatz zu vermeiden, Nennungen ausschließlich auf Einladungsbasis akzeptieren und Fahrzeuge ablehnen, die der Philosophie eines stimmigen Gesamtbildes widersprechen. Das gilt insbesondere für Abweichungen der jeweiligen Motorleistung von den Vorgaben der ursprünglichen Regelwerks-Auslegung.
Vier Klassen, vier Zeitachsen: Entwicklungssprüngen und Evolutionen Rechnung tragend, für maximale Chancengleichheit.
Klasse 1: Bau-/Homologationsjahre 1982 bis 1985
Klasse 2: Bau-/Homologationsjahre 1986 bis 1987
Klasse 3: Bau-/Homologationsjahre 1988 bis 1989
Klasse 4: Bau-/Homologationsjahre 1990 bis 1992
100 Minuten Rennstrecken-Fahrzeit, 40 Minuten reine Renndauer: ein ideales Setting für ProAm-Mannschaften.
Der Veranstaltungsmodus ist denkbar einfach gehalten:
20 Minuten Free Practice
20 Minuten Qualifying 1
20 Minuten Qualifying 2
40 Minuten Rennen mit Fahrerwechsel-Option und Pflichtboxenstopp, Wechselfenster von der 18. bis zur 22. Rennminute
ProAm-Modus auf Wunsch: eine Chance für namhafte Fahrerpersönlichkeiten und Fahrzeugbesitzer zugleich.
Alles kann, nichts muss: Solisten können alleine starten, Teams können gerne auch gemeinsam antreten, anspruchsvolle Amateure und Ex-Profis haben die Chance, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Viele Fahrzeugbesitzer hegen den Traum, Idole ihrer Jugend ins eigene, oft mühevoll aufgebaute Lieblingsauto einzuladen. Diese Möglichkeit soll das Pilotprojekt Gruppe A selbstverständlich bieten.
Mit 100 Minuten Fahrzeit ist genügend Raum für Abstimmungsarbeiten geboten – viele Fahrzeugbesitzer haben außerhalb offizieller Event-Wochenenden nur wenig Gelegenheit, Testfahrten zu verwirklichen.
Aus diesem Grund dient ein Freies Training als gute Möglichkeit, mangelnde Testmöglichkeiten zu kompensieren.
Perspektive: Drei bis vier Wertungsläufe in der kommenden Saison erwünscht – mit bewusst internationalem Fokus.
Die TOURENWAGEN LEGENDEN setzen personell und organisatorisch auf Bewährtes, um einen seriösen und professionellen Ablauf zu gewährleisten. Nach einer Vielzahl perspektivischer Gespräche ist angestrebt, mindestens drei und maximal vier Wertungsläufe innerhalb eines Jahres durchzuführen – naturgemäß auf einer Ebene, die dem historischen Hintergrund der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, der DTM, entspricht.
Dazu sollte das Bild unverfälscht sein, frei von technischen Exzessen. Das Pilotprojekt Gruppe A (1982 bis 1992) ist für Renntourenwagen nach dem Original-Reglement der Gruppe A gedacht, eingebettet in die heutige DMSB-Gruppe A.
History Repeating: 1987 startete Rennleiter Werner Aichinger beim Preis der Stadt Esslingen sein Pilotprojekt.
Oktober 1987, Hockenheimring: Im badischen Motodrom schreibt der damalige Mitveranstalter der 1986 etablierten Spezial Tourenwagen Trophy, der seitdem renommierte Rennleiter Werner Aichinger, mit seinem Pilotprojekt DTM 1988 Geschichte. Idee und Fahrzeuge waren dieselben wie im geplanten Pilotprojekt Gruppe A. Genau diesen Geist wollen die Initiatoren zurückgewinnen, mitgetragen von 25 bis 35 potenziellen Mitgestaltern und ihren Fahrzeugen. Mögliches Motto: Wir können die Zeit zurückdrehen.
Pilotprojekt am 3. und 4. Oktober 2026 im Rahmen des ADAC Racing Weekends auf dem in Hockenheimring.
Sportrechtliche Grundlage ist die vorliegende, genehmigte Rahmenausschreibung der TOURENWAGEN LEGENDEN in den Klassen 2 und 3.
Das Online-Nennungsportal auf der offiziellen Webseite der TOURENWAGEN LEGENDEN ist für das Pilotprojekt Pure Group A ab sofort geöffnet: https://nennung.tourenwagen-legenden.de/
Verantwortlich für den Inhalt: netzwerkeins GmbH, Carsten Krome
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