V8STAR, Saison 1/2001, Racing Weekend 1/9 | Motopark Oschersleben | Samstag, 28. April 2001
Favoritensieg vor den Toren Magdeburgs: Johnny Cecotto nimmt bei der Premiere die doppelte Punktzahl mit.
Der Saisonauftakt setzt sich 2001 aus zwei Rennsequenzen von insgesamt 70 Minuten Länge zusammen. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, schon beim Saisonstart anzutreten, wird in beiden Rennabschnitten die volle Punktzahl vergeben. Die 17 in der Magdeburger Börde angetretenen Fahrer der ersten Stunde können doppelte Punkte mitnehmen und sich einen strategischen Vorteil verschaffen.
Nach der Qualifikation ist die Ausgangslage erfreulich ausgeglichen: Johnny Cecotto (Irmscher Motorsport, Opel Omega) vor Roland Asch (PoleVision Racing, Jaguar S-Type) und Lokalmatador Timo Rumpfkeil (Armin Knüpfing Motorsport, BMW 540i) vertreten die Silhouetten dreier verschiedener Limousinen der oberen Mittelklasse.
Im ersten Rennabschnitt sichert Johnny Cecotto sich selbst und dem Remshaldener Team Irmscher auf Anhieb die volle Punktzahl, gefolgt vom Formelserien-Aufsteiger Thomas Mutsch (GAG Racing Team, Opel Omega) und Marcel Tiemann (Zakspeed Racing, Jaguar S-Type). Johnny Cecotto markiert zudem die schnellste Runde.
Nach der Neutralisationsphase bleibt Johnny Cecotto vorn. Nun ist Patrick Simon der Verfolger des 45-jährigen Südamerikaners, der Wiesbadener bringt mit der gelben Lexus-Karosse von Harald Grohs Motorsport die vierte chancenreiche Außenhaut ins Spiel. Dritter wird mit Roland Asch ein weiterer Routinier – der Ford-Händler aus dem schwäbischen Ammerbuch ist zum Zeitpunkt des Rennes 50 Jahre jung. Der langjährige Mercedes-Benz-Werksfahrer in der DTM vertritt das neu formierte Team PoleVision Racing mit einem Jaguar S-Type.
Zu den nennenswerten Ausfällen gehört Harald Becker aufgrund mechanischer Probleme – ein starker Kontrast zum zweiten Platz seines Rennstall-Kollegen Patrick Simon. Beide begleiten den Serien-Einsteig der Essener Rennfahrer-Legende Harald „Nippel“ Grohs, der im Vorjahr gleich Porsche 911 GT3 Cup der ersten Generation 996 im Carrera Cup Deutschland eingesetzt hat.
14 Fahrer sind am Ende der zweiten Rennhälfte über die komplette Distanz gegangen, 17 Piloten kommen insgesamt in Wertung. Fazit: Premiere geglückt – und der beispiellose Kraftakt, ein in vielerlei Hinsicht neues Sportformat zu etablieren, hat gerade erst begonnen.
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